Was man eigentlich mit dem ganzen Geld macht: Die Buchhaltung

Karibikkreuzfahrten, Luxuskarossen, Kaviar und zahlreiche Flaschen Dom Perignon White Gold Jeroboam. Das sind vermutlich die Gedanken, die einigen beim Lesen dieser Überschrift von Synapse zu Synapse gehüpft sind. Nun muss ich die Enthusiasten jedoch wieder auf den Boden der Tatsachen holen: Der Titel dieses Beitrags wurde bewusst irreführend gestaltet, damit möglichst viele Besucher auf ihn klicken. Alle, die jetzt ein bisschen verstimmt sind, sollten sich bewusst sein, dass mir das sogar ein bisschen Leid tut. Selbstverständlich kann es sein, dass der Onlineshop durch Affiliate Marketing so boomt, dass der Betreiber kaum noch weiß, wohin mit den Einnahmen. Meine Glückwünsche an jeden Self-Made-Millionär. Die in PAREBA integrierte Buchhaltungsoption bezieht sich jedoch nicht auf die Kalkulation, ob ein dritter Maledivenurlaub in diesem Jahr drin ist, sondern auf die Arbeitsvergütung der rekrutierten Publisher.

Im Buchhaltungsbereich werden die Conversions eines jeden Publishers fein säuberlich aufgeführt. Zur Erinnerung: Eine Conversion ist das Erfolgen einer speziellen Aktion eines Kunden bzw. Websitebesuchers, die durch die Platzierung eines Werbemittels auf der Seite des Publishers eingeleitet werden soll. Wurde zum Beispiel vereinbart, jeden Klick auf einen Werbelink zu vergüten, bezeichnet die Conversion die Umwandlung von diesem Klick des Interessenten in reines Geld für den Publisher. Diese werden, wie sich vermutlich ein mancher dunkel erinnert, bereits im Statistikbereich aufgelistet, wo auch deren Validierung erfolgt. Die Buchhaltung zieht sich diese Daten unverändert ran und bildet sie in ihrem eigenen administrativen Kontext ab, sodass das übrige Statistikgedrösel wegfällt. Selektiver Fokus nach Wunsch des Betreibers also. Nebst dieser altbekannten Möglichkeit der Einsicht sind noch weitere, nur in der Buchhaltung zu findende Funktionen vorhanden. Die Existenz dieser Unterkategorie muss ja auch schließlich gerechtfertigt werden. Zur Legitimation trägt unter anderem der Zugriff auf den ultimativen Transformationsprozess der validen Conversions in Gutschriften bei.

Um diese Metamorphose in Gang zu setzen, muss der Advertiser zunächst das Datum auswählen, bis zu welchem die erfolgten Conversions in die Umwandlung miteinbezogen werden sollen. Als Standardwert wird immer das aktuelle Datum vom System vorgeschlagen. Daraufhin wird eine Liste aller gutschriftswürdigen Publisher erstellt, die durch erzielte Conversions so viel Guthaben erzeugt haben, dass die Auszahlungsgrenze überschritten wurde und sie offiziell in den Genuss ihres Reichtums gelangen können. Diese Limitierung kann übrigens für jeden Publisher individuell in der Buchhaltung definiert werden. Eine niedrig angesetzte Grenze kann sich positiv auf die Motivation der einzelnen Partner ausüben, da diese dann schneller ihre „Belohnung“ erhalten wollen und sich dementsprechend stärker aufopfern. Hier finden tatsächlich essentielle psychologische Tricks Anwendung. Im Marketing kämpft man halt mit allen Mitteln. Setzt man die Auszahlungshürde höher an, mag das zwar nicht zwangsläufig den Mitarbeiterelan stärken, allerdings spart man einiges an Transaktionsgebühren. Man sieht, alles hat seine Vor- und Nachteile und hängt stark von dem individuellen Unternehmen und dessen Taktik ab.

Ist die Liste der geeigneten Publisher erst einmal aufgeblobbt, kann der Betreiber die zu entlohnenden markieren und flugs deren Gutschriften generieren. Nun müssen diese nur noch überwiesen werden – manuell oder virtuell, je nach Präferenz. Damit hat PAREBA zwar eindeutig nichts zu schaffen, kann diesen Prozess jedoch übersichtlicher gestalten, indem ein Report erstellt wird, der die relevanten Gutschriften beinhaltet, auf Wunsch auch inklusive der Bankverbindungen der Publisher. Zack, Buchhaltung geregelt.

Wir legen hohen Wert auf reibungslose Abläufe und sind uns zudem bewusst, dass vor allem Fehler in der Vergütung der Kooperationspartner in Unannehmlichkeiten resultieren können. Ein Publisher, der wegen einer verspäteten Nachzahlung still leidet, geht vielleicht nicht jedem an die Nieren, ein wütender Lynchmob vor der Tür schon eher. Im Zweifel sogar wortwörtlich. Um solchen Belastungen vorzubeugen, verfügt PAREBA über eine Funktion, die es dem Advertiser ermöglicht, die Gutschriften genauestens zu kontrollieren und im Nachhinein sogar anzupassen. Wer nicht in der Lage ist, den Fehlerteufel bei diesem Rundumsorglospaket auszutreiben… nun ja. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Vor allem, wenn es einen selbst betrifft.

 

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