„Wer ist eigentlich Brigitte?“ Die Verwaltung von Publishern

Zum ersten Mal vernommen, ruft der Begriff „Affiliate Marketing“ bei den meisten Menschen ohne tiefgehende Fachkenntnisse vermutlich folgende Assoziationskette hervor: Marketing. BWL. Trocken. Zahlen. Statistiken. Angst. Zumindest war das bei mir der Fall, ich schließe jetzt mal ganz egozentrisch von mir auf andere. Beschäftigt man sich etwas intensiver mit der Thematik, – was ich nun schon ein paar Monate mache und wofür ich auch noch bezahlt werde – stellt man fest, dass Zahlen und Statistiken eine essentielle Rolle spielen, es aber andererseits auch um komplexe Kollaborationsnetzwerke und, in gewisser Weise, soziale Gefüge geht, über die man theoretisch ganze sozialwissenschaftliche Arbeiten verfassen könnte. Das gibt dann auch den wirtschaftswissenschaftlich unerfahrenen Geisteswissenschaftlern den Kick. Besagte Sozialnetzwerke basieren zum Großteil auf der Beziehung zwischen dem Advertiser und seinen hoffentlich zahlreich vorhandenen Publishern. Zahlreich bedeutet zwar im Regelfall mehr Umsatz, allerdings auch mehr Menschen, mit denen man interagieren muss. Ergo mehr Namen, die im Langzeitgedächtnis gespeichert werden sollten. In der Arbeitswelt ist kaum etwas peinlicher als mit voller Überzeugung die Identitäten der Kooperationspartner durcheinander zu hauen. Sorgt nicht nur für Unmut bei den Betroffenen sondern eventuell sogar für administratorische Probleme, wenn man nicht weiß, wer eigentlich wer ist. Birgit mit Brigitte zu verwechseln macht ja noch ein bisschen Sinn, aber wenn Sabine für Joachim gehalten wird, wird es bitter. Für alle bereits Verwirrten und die, die in Zukunft konfus werden könnten, hat PAREBA deshalb die ultimative Lösung parat: einen Bereich zur Verwaltung der Publisher. Dort werden alle eingetragenen Affiliates schön übersichtlich in einer Liste aufgeführt und können sogar nach verschiedenen Gesichtspunkten, z.B. angewandte Werbemittel oder Projekt, gefiltert werden. Jeder einzelne von ihnen besitzt ein Miniprofil, in welches nicht nur Vor- und Nachname (dringend empfohlen aus offensichtlichen Gründen) sowie allgemeine Daten wie Zugangsdaten, Kontaktdaten und geschäftliche Informationen, sondern auch jegliche weitere Hintergrundinformationen, die der Publisher für relevant erachtet, eingetragen werden können. Zusätzlich dazu kann jegliche Korrespondenz protokolliert werden, sodass der Stand der Dinge jederzeit eingesehen werden kann.

Abgesehen von dem ganzen Standardkram, der hier verwaltet werden kann, beinhaltet PAREBA auch etwas speziellere Optionen zur Individualisierung der einzelnen Kooperationen. Ganz dem wirtschaftlichen Ideal der Umsatzsteigerung entsprechend, kann dem Publisher, dessen aufopfernder Einsatz überdurchschnittlich viel Geld eingebracht hat, ein Bonus gutgeschrieben werden. In Übereinstimmung mit der landläufigen Meinung sind Geldgeschenke nämlich immer gern gesehen und heben in diesem Fall auch die Motivation, nicht nur beim belohnten Publisher, sondern im Zweifel auch bei allen anderen. Denn Neid und Gier sind nicht umsonst zwei der sieben Sünden, allerdings können sie hervorragend in die Gewinnmaximierung eingebunden werden. Für die Erstellung einer Bonuszahlung muss lediglich der festgelegte, einmalige Betrag angegeben werden. Optional kann eine Notiz angefügt werden, sodass man am Ende des Monats nachvollziehen kann, wohin das Geld geflossen ist und nicht versehentlich den unschuldigen Praktikanten des Griffs in die Firmenkasse bezichtigt und somit emotional bricht.

Eine weitere Einsicht, die in der Publisherverwaltung getätigt werden kann, ist die in die einzelnen, bereits vielfach erwähnten Third-Party-Trackingpixel. Dafür ist extra eine separate Box vorhanden, die alle dem jeweiligen Publisher zugeordneten kleinen virtuellen Wanzen auflistet. Sind keine Trackingpixel hinterlegt worden, gibt es auch keine Box. So einfach ist das.

Die letzte hier vorgestellte Maßnahme zur Administration der Kooperationspartner ist eine Art Sicherheitsvorkehrung. Auftritt Double-Opt-In-Verfahren. Was hochkomplex und exotisch klingt, ist tatsächlich etwas, mit dem der durchschnittliche Internetnutzer bereits zigmal konfrontiert worden ist. Ja, liebe Leser, ihr habt garantiert auch schon dieses Verfahren durchlebt, auch wenn ihr vermutlich nicht wusstet, dass es dafür einen coolen Namen gibt. Registriert man sich für irgendetwas online, sei es ein Onlineshop, ein Newsletter oder ein soziales Netzwerk, wird für gewöhnlich eine E-Mail an die angegebene Adresse geschickt, die einen Bestätigungslink enthält, den man aufrufen muss, um die Anmeldung abzuschließen. Somit wird sichergestellt, dass derjenige, der sich registrieren möchte, auch wirklich die Person ist, als die er sich ausgibt. Bei PAREBA erfolgt diese Maßnahme bei der Registrierung der Publisher, die dann ihre Identität mit einem simplen Klick bestätigen können. Da man als Advertiser den Leuten, in die man zur Gewinnmaximierung finanziert, vertrauen können muss, geben wir unser Bestes, um unsere Software mit Hilfsmitteln zum Schutz vor Schabernack und Hochstaplern auszustatten. Scheint zu funktioneren.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.