Woher nehmen und nicht stehlen? Die Akquise von Publishern

Die werten Publisher. Das Schmieröl im Getriebe des Affiliate Marketings. Doch wie bezieht man es, wenn man sich gegen den Beitritt in ein Affiliate-Netzwerk und für den unabhängigen Gebrauch einer Affiliate-Software entschieden hat? Um Ratlosigkeit und Verzweiflung entgegenzuwirken, folgt eine Liste mit mehr oder minder „professionellen“ Tipps zur Rekrutierung von Publishern, die zur Weiterleitung von Traffic beitragen. Und ja, ein Terminus aus dem Onlinerslang im einleitenden Paragraph. Wörtlich übersetzt als „Verkehr“, bezieht sich Traffic im Kontext des Online-Marketings auf die Anzahl der Besucher, die eine Internetpräsenz aufrufen. Dabei gilt die Faustregel: Je mehr Traffic, desto ansprechender die Website. Man sieht, dieser Begriff ist so essentiell, dass ich damit nicht noch ein paar Abschnitte hätte warten können.

Eine erwägenswerte Strategie ist die Suche nach potentiellen Publishern über Social-Media-Kanäle. Vor allem Facebook stellt aufgrund der Gruppenfunktion eine schier unerschöpfliche Quelle an Möglichkeiten dar: So kann der Unternehmer gezielt Gruppen, die in thematischem Zusammenhang mit dem zu vertreibenden Produkt stehen, beitreten, den Administrator, sprich Verwalter der Gruppe kontaktieren und diesen überzeugen, durch regelmäßiges Teilen von Werbelinks zum Onlineshop des Unternehmers seinem Kreis der Publisher beizutreten. Auch Blogger mit einer entsprechend großen Leserschaft oder Instagram-Nutzer, die eine hohe Zahl an Followern (Personen, die dieses Profil abonniert haben und mit sämtlichen ihrer Posts konfrontiert werden) vorweisen, können sich als fruchtbarer Nährboden für Werbeplatzierungen erweisen.

Als weitere Option bietet es sich an, das World Wide Web nach sogenannten Keywords – Begriffe, die in Suchmaschinen eingegeben werden, um Websites aufzulisten, deren Content dieses Schlagwort enthält – zu durchforsten, sodass der Unternehmer einen Überblick darüber schafft, welche davon für seinen Onlineshop bzw. die Branche, in der dieser anzusiedeln ist, von Relevanz sind. Dazu können spezielle Tools genutzt werden, die entweder kostenlos sind (Keyword Tool) oder eine Nutzungsgebühr erfordern (Google Keyword Planner). Sind die wichtigsten Schlüsselwörter identifiziert, lassen sich – entweder mit den zuvor erwähnten Tools oder zusätzlichen Programmen (Free Monitor for Google), abhängig von der jeweiligen Funktionsreichweite – mithilfe der angelegten Begriffssammlung effizient und schnell Websites, die diese Wörter enthalten, auflisten. Für gewöhnlich werden diese in einem Ranking in Abhängigkeit zu ihrem generierten Traffic aufgeführt, sodass sich einfach ausmachen lässt, welche von ihnen sich als lohnenswerte Affiliates entpuppen könnten. Nichtsdestotrotz sollte man sich im Klaren darüber sein, dass Werbeflächen auf hochkarätigen Websites mit extrem hohen Provisionen verbunden sind. Als Inhaber eines jungen Start-Up-Unternehmens wäre es daher sinnvoller, nicht unbedingt die Betreiber der Top-10 zu kontaktieren, sondern sich im soliden Mittelfeld nach potentiellen Publishern umzuschauen.

Zu guter Letzt besteht immer noch die Möglichkeit, Publisher anzuwerben, die sich auf diese Rolle im Affiliate Marketing spezialisiert haben und bereits mit zahlreichen anderen Advertisern zusammenarbeiten. Dazu gehören u.a. Gutscheinpublisher (die dort gesetzte Werbung wäre dann ein Gutschein, der sich auf den Shop des Betreibers bezieht), Dealanbieter (ebenfalls bezogen auf den jeweiligen Onlinehandel), Retargetingpartner (platzieren Werbemittel so, dass Kunden, die bereits in dem beworbenen Onlineshop Produkte gekauft haben, erneut dorthin geleitet werden), Preisvergleichportale und Cashbacksysteme (bei jedem Kauf über dieses System erhält der Kunde eine Teilrückzahlung).

Und siehe da, man muss nicht zwingend Teil eines kostspieligen Netzwerks zu sein, um im Affiliate Marketing mitzumischen. Solange man weiß, wo Publisher angeworben werden können – und das dürfte jetzt jeder aufmerksame Leser unweigerlich wissen – , ist es auch auf eigene Faust, nur unterstützt von einer Affiliate-Software, durchaus eine solide Möglichkeit. Charakteristika wie Kreativität, Beharrlichkeit und Überzeugungskraft sind dennoch nette Boni, die einem den Aufbau einer Armee von Publishern erleichtern. Sollte das nicht der Fall sein, hilft bestimmt eine erhöhte Provision, aber wer weiß das schon…

 

Quellen:

https://adwords.google.com/intl/de_de/home/resources/using-google-adwords-keyword-planner.html

https://kundennutzen.ch/keywords.php

Affiliates finden: So gewinnst Du neue Affiliate-Partner

http://www.omkt.de/traffic-definition/

http://www.onpagedoc.com/wiki/Keyword

https://www.tradeers.de/blog

 

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